Anwendung

Ohne Herbizide

Der Einsatz von chemischen Mitteln wird zur Wildkrautbeseitigung immer komplizierter und seit einigen Jahren immer weiter eingeschränkt. Durch den Gesetzgeber ist in den kommenden Jahren in allen Bereichen eine noch stärkere Einschränkung bis hin zum vollständigen Verbot in Planung.

Die Abflammtechnik bietet hier eine interessante und effektive Möglichkeit um Wildkräuter, Pilze und Sporen umweltschonend zu beseitigen.

Bereits seit dem Jahr 2007 haben wir mit unserer bewährten Gerätetechnik die ersten Versuche im Hopfenanbau begleitet. Aufgrund der seitdem gesammelten Erfahrungen, haben wir in den letzten Jahren ein entsprechendes Anbau-Abflammgerät für den Hopfenanbau entwickelt und stetig weiter verbessert.

Das Ergebnis dieser Entwicklung ist heute unser Spezialgerät HopfenFLAMM XR.

 

Wirkungsweise

Die Abflammtechnik ist eine praxisgerechte, wirtschaftliche und umweltschonende Alternative zur Wildkrautbeseitigung. Hierbei kann auch chemische Mittel vollkommen verzichtet werden. Bei der Abflammtechnik handelt es sich nicht um ein Verbrennen von Pflanzenteilen, sondern um eine kurzfristige Erhitzung auf mindestens 70 °C. Ab diesem Temperaturbereich gerinnt das Zelleiweis in der Pflanze und die Zellstruktur somit nachhaltig zerstört. Dadurch wird das Absterben einer ausreichend großen Zellenzahl erreicht.

Die Pflanzenzellen werden über Wärme, die durch Propangasbrenner auf die Pflanzenoberfläche zugeführt wird, abrupt erhitzt und abgetötet. Der dadurch erzeugte rasche Temperaturanstieg, führt zu einer so starken Ausdehnung der Zellflüssigkeit, dass dadurch die Zellwände platzen. Zellflüssigkeit tritt aus und die Pflanze vertrocknet. Das Zelleiweis gerinnt bei einer Erwärmung auf ca. 70 °C.

 

Propangas wird verwendet,

weil es vollkommen rückstandslos und umweltneutral zu Kohlendioxid und Wasser verbrennt!

 

 

Erfolg

Vor einer Abflamm-Maßnahme sollte idealerweise der Boden und die Oberfläche der Blattmassen trocken sein. Grundsätzlich gilt folgendes: je jünger die Wildkräuter, umso wirksamer ist die Maßnahme. Der Erfolg ist auch vom Einsatzzeitpunkt und der Witterung abhängig. Dadurch ist ein Abtötungserfolg von bis zu 100 % möglich.

Unsere einzigartigen Hochleistungs-Stabbrenner erreichen die mit Propangas höchstmöglich erzeugbare Flammentemperatur von ca. 1.925 °C. Dadurch sterben alle Planzenteile, die direkt von der Betriebsflamme erreicht werden, unmittelbar und mit großer Sicherheit ab. Die Betriebsflamme wird dabei über die gesamte Brennerbreite gleichmäßig erzeugt. 

Nachfolgender Regen hat auf den Erfolg einer Abflamm-Maßnahme keine negativen Auswirkungen. Die Wirkung wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Um alle Wildkräuter auf die erforderlichen Temperaturen zu erhitzen und eine ausreichende Schädigung zu erreichen, gilt nachfolgende Regel: je höher die Einwirkungstemperatur, desto kürzer ist die Einwirkungszeit. Niedrigere Flammentemperaturen erfordern eine wesentlich langsamere Arbeitsgeschwindigkeit und haben eine entsprechend geringere Wirkung zur Folge.

 

 

 

 

 

EINSATZzeitPUNKT

1. Einsatz

Die Triebe die nachgewachsen sind, werden ca. 2–3 Wochen nach dem 1. Anackern mit einem Brenner abgeflammt. Dabei wird auch der Befall aller Pilzsporen erheblich verringert, da diese bei Temperaturen ab ca. 60 °C absterben.

2. Einsatz

Hier wird nur noch der Bifang ca. 2–3 Wochen nach dem 2. Anackern mit einem Brenner abgeflammt. Mit einem zweiten, senkrecht stehenden Brenner werden die Hopfenreben gleichzeitig auch entlaubt.